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Wicked Problems: Wie Politik wirkt

Präsentation der Arena Analyse 2026

15. April 2026, Haus der Europäischen Union, Wien

Im Mittelpunkt der Präsentation stand die Frage, wie Politik mit komplexen, schwer lösbaren Problemen umgehen kann.

Gastgeber Lukas Mandl, Mitglied des Europäischen Parlaments, eröffnete die Veranstaltung mit einer Würdigung der Arena Analyse als langjähriges Format zur Einordnung politischer und gesellschaftlicher Entwicklungen. Er betonte die Verantwortung für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und ein lebenswertes Europa.

Walter Osztovics stellte die zentralen Ergebnisse der Arena Analyse 2026 vor. Er zeigte, dass viele politische Probleme als „wicked problems“ zu verstehen sind: Sie sind komplex, vernetzt, umstritten und nicht endgültig lösbar. Anhand mehrerer Beispiele machte er deutlich, warum politische Steuerung in solchen Feldern besonders schwierig ist.

In seinem Statement „Handwerk statt Heldentum“ erläuterte Andreas Kovar, dass der Umgang mit wicked problems keine Frage politischer Kraftakte, sondern einer lernfähigen und klar strukturierten Arbeitsweise ist. Er stellte dazu den Plastic Control Approach als Ordnungsrahmen für politische Steuerung unter Unsicherheit vor.

In der anschließenden Podiumsdiskussion zu „Politische Teilhabe und Wahlen unter Druck“ diskutierten Klaudia Wegschaider (Yale University und Universität Wien), Leonie Haiden (Institut für die Wissenschaft vom Menschen) und Lukas Mandl mit Petra Stuiber (DER STANDARD) und Florian Gasser (DIE ZEIT) über die Belastbarkeit demokratischer Institutionen und die Frage, wie Demokratie unter Druck resilient bleiben kann.

Die Veranstaltung machte deutlich, dass komplexe politische Probleme weder mit einfachen Lösungen noch mit linearem Vorgehen bewältigt werden können. Erforderlich sind klare Governance, Lernfähigkeit und eine realistische politische Steuerung unter Unsicherheit.

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